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 Schule - Das Thema

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Robba
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BeitragThema: Schule - Das Thema   Mi März 17, 2010 9:17 pm

Julia hat bereits festgestellt, dass sie das Forum für ihre Praktikumsreflexion und so nuntz. Das ist ok! UNser aller Forum passt sich unseren Bedürfnissen an.
Es ist aber auch eine Sache von Respekt die Themen der bereits bestehenden Threats nicht wie ein Pirat zu kapern, sondern stattdessen ein eigenes Thema zu erstellen, das mit dem anderen nicht in Konkurrenz steht.

Ansonsten resigniert man und will auch das alte Thema nicht mehr nutzen. Was dann schlimmstenfalls zu einem schnellen Wechsel von Freude bei wenigen Personen, zu Frust bei allen Personen führt.

Darum hier der Threat für alles Schulische.


Mein Beitrag:

Ich habe mich die ersten Wochen wie ein Alien in der Schule gefühlt. Ich habe alles Hinterfragt und damit hatte ich kaum einen Stand. Der Interaktion im Schulalltag ging vom Prinzip gegen die meisten meiner philosophischen Weltbilder. Dementsprechend habe ich alles beobachtet und mir zu nichts (!) eine Wertung gemacht. Disziplin, Freiheit ... nichts von beidem war besser, wenn es vorhanden war. Ich habe oft Disziplin gesehen und musste erst einmal für mich verstehen warum das so ist. Warum die Regeln so sind. Warum hier warum da.

Nach 3 einhalb Wochen Nachdenken, Experimentieren, Verstellen, Scheitern, Siegen, Erfahren und Refektieren habe ich einige Erkenntnisse und Halberkenntnisse gemacht, welche aber einzeln im Raum stehen und bei weitem noch cniht die qualität haben mich so auszustatten, dass ich zufrieden mit dem Schulalltag wäre. Inzwischen habe ich mich entschlossen einen Grundlagenkatalog zu erstellen,. Ich will pädagogische-didaktische Grundlagen die ich bräuchte um mein eigenes pädagogisches Haus in der Schule zu bauen, da ich ja bis dato nicht über eine eigene Grundfeste verfügt habe und die generell verbreiteten Fundamente der Schule nicht nehmen kann. Alle diese Grundlagen muss ich ordnen und mit Inhalt füllen. Diese Grundlagen werde ich, auch als Handout oder so, auf jeden Fall präsentierbar, jeder neuen Klasse von mir präsentiert. Viele Regeln der Schule machen im praktischen Gebrauch Sinn. Ein Großteil der Gefühle dazu hängen aber glaube ich damit zusammen, ob sie richtig begründet sind. Die Regeln verstehen und nachvollziehen können, zu den eigenen Regeln machen. Das geht nur über Transparenz.

Mein bisheriger Grundlagenkatalog (1. Entwurf / nur Überbegriffe):

- Transparenz
- Verantwortung
-> Orientierung am „Schwächsten“
-> Konfliktorientierung
- Individualität anregen
- Aufgabenstellungen und Noten: (die Benotet werden können) Themenvorgabe wegen Erfahrungsunterschied ( Anregungen & Training)
- Verständnis?
- Kommunikation fördern
- Reflexivität fördern

Diese Liste ist ein Experiment, unfertig und als Worte alleine Nutzlos. Erst in praktischer Reflexion kann ich sie mit Leben füllen. Grüüüßt euch.
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Robba
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BeitragThema: Re: Schule - Das Thema   Do Mai 13, 2010 10:45 pm

@ Julia.

Zitat :
Anarchistische Pädagogik? Meine Kinder sind chaotisch genug. Dazu müssen sie nicht auch noch erzogen werden!

Bei anarchistischer Erziehung und Bildung lässt sich auf Grund unterschiedlicher Ansätze und Schwerpunkte anarchistischer Pädagog_innen kein allgemeingültiges Konzept erstellen. Jedoch ist bei ihnen allen zu finden, dass sie die libertäre Pädagogik auch immer als eine Kritik an Pädagogik als staatstragendes Herrschaftsinstrument und deren Unterdrückungsstrukturen sehen, denn in dieser herrscht Autorität. Somit wird den Kindern beigebracht unterwürfig zu sein.
Libertäre Pädagog_innen setzten sich viel mit Schulbildung auseinander und gründeten eigene Schulen. Weiterhin entstand im 19. Jahrhundert ein Initiativkomitee mit dem Namen "L'Ecole Libertaire", welches ein Manifest zur libertären Erziehung entwickelte. Diesem Komitee gehörten unter anderem die Anarchisten Francisco Ferrer (1859 – 1909), Leo Tolstoi (1828 – 1910) und Peter Kropotkin (1842 – 1921) an.
Anarchistische Pädagogik findet in den heutigen Diskussionen über Reformpädagogik kaum Anklang, obwohl Tolstoi mit seinem Konzept der "libertären Volksbildung" großen Einfluss auf die nordamerikanische Gegenschulbewegung in den 1970er Jahren hatte. Auch Ferrer wirkte in großem Maße auf die Pädagogikgeschichte ein. Nach seiner Ermordung durch ein spanisches Militärgericht gründeten sich weltweit Schulen angelehnt an seinem Konzept der "Rationalistischen Lehrmethode".

Quelle: http://www.fau.org/ortsgruppen/meiningen

Ich werd mich, aus zugzwang gegen die Umstrukturierung in der Bildung, mal INformieren müssen wie diese Pädagogiken aussehen können.
Und mal nebenbei n Refereat machen, hoffe ich
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Ferahamar
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BeitragThema: Re: Schule - Das Thema   Mo Mai 17, 2010 11:04 pm

Zunächst einmal zu dieser anarchistischen Pädagogik:
Ich weiß zwar noch nicht genau wie ein Schulsystem o.ä. auf einer anarchist. Grundform basieren könnte, und ich hab auf die Schnelle keine weiteren Infos gefunden, aber ich persönlich kann mir das nicht vorstellen. Ich halte es, trotz - oder gerade in unserer heutigen globalen-orientierten Gesellschaft für essentiell jungen Menschen, wie im Artikel bspw. erwähnt, Dinge wie Autorität "beizubringen". Mehr Infos bitte ^^

Zu deinem Grundlagenkatalog:
1. Transparenz: Was genau verstehst du unter "Transparenz" auf Unterricht oder Schule bezogen?
2. Verantwortung:
-> Orientierung am „Schwächsten“: Unterricht unter Berücksichtigung der/des "Schwächsten", ja; aber komplett auf den/die "Schwächsten" orientiert... würde ich nicht machen. Das beinhaltet für mich auch deinen Punkt "Themenvorgabe wegen [nach] Erfahrungsunterschied". Ich denke es sollte grundsätzlich innerhalb einer Klasse keinen (unterrichtsbezogenen) Erfahrungsunterschied geben, wäre ja auch paradox. Und wenn sich der Unterricht "zu sehr" am/an den "Leistungsschwächsten" hält, würde man mit dem Lehrplan höchstwahrscheinlich nicht vorankommen. Es würde evtl. bessere Noten geben, aber der Zeitaufwand wäre viel zu groß.
-> Konfliktorientierung: ??
3. Individualität anregen: Ein sehr gutes Thema, welches mMn viel zu kurz kommt. Jedoch wäre auch hier für mich ein großes, ach, noch größeres Zeit- und Aufwandproblem.


Zum Rest folgt noch was ^^
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BeitragThema: Re: Schule - Das Thema   Mo Mai 17, 2010 11:56 pm

Aye! Kommt sofort:

Transparenz bedeutet zu begründen. Erkennen zu lassen. Warum folgt welche Masßnahme von wo kommt die Note etc.

AM SChwächsten: Ja, muss ich cnoht drüber nachdenken, aber prinzipiell finde ich das "nobody left behind" Ding ganz geil. Vielleicht werd ichs cniht allen rechtmachen können. Aber das ich so eine Art Elitespielchen auf hohem Niveau mit den Nasen mitmachen die aufgrund von .. haha ... ERFHRUNGSUNTERSCHIED womöglich ... mitspielen können aund der rest keine Ahnunghat wovon wir babbeln, mache soll mir nicht nochmal passieren. unterricht so aufbauen, dass auch der SChwächste mitkommt. Bessere in einem THema können ja dann zusatzförderung erhalten. Wäre dann wohl eher sowas was zusammen in den Bereich "Individualität" fällt.

Erfahrungsunterschied hab ich eher den Meinen zu den SChülern gemeint ^^ Blöd ausformuliert für andere zugegebener Maßen.

Konfliktorientierung ist ein Unterrichtskonzept bei welchem man immer an Konflikten arbeitet die reell existieren. NIcht stumpfes auswendig lernen sondern Fakten lernen um den Konflikt danach besser verstehen zu können und so.

INdivudiaulität und Aufwand: Die Gute Frage... Entweder mit guten Arbeitsmethoden oder ner SChulreform. SOlange Hessen das Bildungsgeld sogar noch kürzen will siehts aber nciht gut aus
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BeitragThema: Re: Schule - Das Thema   So Jun 06, 2010 2:22 pm

Was Transparenz betrifft muss ich sagen, dass bisher alle meine Lehrer - egal ob auf dem Gym oder in der Berufsschule - uns einen großzügigen Einblick in die Zusammensetzung von bspw. Epo.- und Zeugnisnoten gegönnt haben. Ich sehe dabei auch überhaupt kein Problem. Auch eine sehr schöne Idee hierbei war auf dem Gym, wo mehrere Lehrkräfte nach jeder Stunde sich zu jedem Schüler ein +, - oder 0 für die mündl. Mitarbeit notiert haben, wo wir auch jederzeit reinschauen durften.

Am Schwächsten: Für mich wie gesagt ein ziemlich hoher Aufwand. Das Konzept des "nobody left behind" ist natürlich eine gute Sache, aber ich fand es auch jetzt z.B. in der Berufsschule sehr "anstrengend", dass die Lehrer einigen Leuten immer noch das Bruch- & Prozentrechnen beibringen mussten (im 3ten Lehrjahr!). Ist also auch für Schüler ein mMn lang-weiliges & müßiges Thema.

Konfliktorientierung: Eine wunderbare Sache, die man aber auch nicht in jedem Unterrichtsfach anwenden kann. Ich selbst kam auch nur in wenigen Fächern (z.B. Geschichte, Politik, Erd-/Wirtschaftskunde) in den Genuß dieser Arbeitsform. Und das auch leider nicht bei jedem Lehrer. (A propos: eine weitere gute Anregung wäre vllt für die komplette Dauer bspw. der weiterführenden Schule für eine Klasse mindestens ein und den selben Klassenlehrer zu behalten, hätte ich ganz gut gefunden. Ist einfacher, man kennt alle schon, keine "Eingewöhnungsphase", etc.)

Soviel erstmal von mir

Mächtige Grüße
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BeitragThema: Re: Schule - Das Thema   So Jun 06, 2010 10:02 pm

Um dem von dir aufgezeigte Problem der Orientierung am Schwächsten entgegen zu wirken sollte ich noch "Differenzierung" zu den Grundsätzen hinzufügen. Also methodisch ausgereifte Konzepte zu haben um jeden Schüler angepasst an seinem Stadium zu einem bestimmten Thema lernen zu lassen. Spielt also auch in den Individualitätspunkt rein. Ist definitiv mehr als ein Grundsatz sondern eine extrem große didaktische Aufgabe.. !
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