Juggermuffin

Willkommen im Juggermuffin Forum!
 
StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Heutige Samurai

Nach unten 
AutorNachricht
Robba
(o.ô ) <(=.=)> ( ô.o) Ninjameistermuffin
avatar

Anzahl der Beiträge : 665
Anmeldedatum : 07.01.09

BeitragThema: Heutige Samurai   Di Aug 10, 2010 12:15 am

Hallo. Das ist ein Artikel den ich spontan geschrieben habe. Zwischen den Zeilen gelsen hat er viel Bezug zu den Ideen für meine Zukunft. Sämtliche Literaturverweiße fehlen noch, aber im Kern steht das Ding. Kritik ist sehr erwünscht!
Alle Textformatierungen wie schriftgröße Kursiv, fett, unterstrichen sind nciht dabei. Will wie jetzzt auch cniht reinfügen. Zuviel Arbeit ^^

Zitat :


Die Kriegskunst wie Samurai wie (((voller name?)Musashi sie früher praktiziert hat ist auf heute nicht übertragbar. Auch wenn einige wichtige Aspekte davon immer noch sehr wichtig sind, und Schwertkampf auch noch so sehr populär ist heutzutage, so ist es dennoch nicht das was es war. Es ist unauthentisch. Für die verkümmerte Seele und den unbeweglichen Körper der Menschen unserer Zivilisation gut aber im praktischen Gebrauch nutzlos.

Ein Gedanke der sich dazu stellt ist, ob wir in unserer Zeit so vieles leichter haben können und soviel von selbst geht ohne, dass man sich darüber Gedanken machen muss, dass wir einfach so viel Zeit übrig haben um die negativen Effekte der Zivilisation, wie Körper, Geist und Seele vernachlässigt zu haben, mit so was wie Schwertkunst ausgleichen können? Quasi die Moderne soviel gutes bringt, dass auch unauthentische Beschäftigungen welche die restlichen Problemchen beheben können wieder authentisch sind?


Aber die zahlreichen Probleme der Welt, auch mit wirklich weltbedrohendem, globalen Charakter, zeigen dass dem nicht so sein kann. Man kann überall ansetzen. Hier einige Punkte:

Menschenrechte, ja gar Wesensrechte! Wer seine Seele trotz Zivilisation (vielleicht zufällig sogar durch Schwertkampf) auf einem sehr gesunden und sozialen Level hat wird Empathie spüren für alle Wesen die leiden. Doch Leid ist normal muss dem berechtigt entgegen gehalten werden. „Leben ist leiden“ ist eine der Grunderkenntnisse des Buddhismus. Aber andere leiden zu lassen um auf deren Kosten zu leben, obwohl wir (die Zivilisation) die Möglichkeit hätten dieses Leid gigantisch zu verringern, bis sie fast nicht mehr existent wäre, ist nicht Teil dieser Logik. Es sind schlicht und ergreifend massive Probleme der heutigen Zeit.
Ein anderer Punkt ist die Umwelt. Zahllose Fakten und Ereignisse. Sei es Atomenergie (die Endlagerung ist immer noch nicht geklärt. Sogar in Deutschland sterben Leute an strahlen. In Russland liegen zahlreiche Plutoniumstäbe in Fässern und Beton auf dem Grund des Meeres. ) oder der Wald (die Zerstörung des Waldes ist die größte Gefahr für das Klima. CO² wird auch nicht nur von brennenden, sondern auch von einfach toten Bäumen ausgestoßen, die später auch kein weiteres Sauerstoff zum Ausgleich umwandeln können ), Plastik (nicht mal Plastik aus Biomasse ist umweltfreundlich. Kunststoffe entlassen 100 bis 500 Jahre lang Giftstoffe in die Umwelt, Körper, Grundwasser. In den Ozeanen gibt es mehr Plastik als Plankton => 3:1 bis zu teilweise 60:1 ) usw. etc. pp.
Oder das Soziale. Eine Gesellschaft besteht aus Individuen. Das soziale Gefüge ist essenziell für uns. In den Problemen der heutigen Zeit (von denen viele elementar durch Machtungleichheiten erzeugt werden, viele durch andere Fehlkonzeptionen in der Anschauung der Welt, im Stellenwert von Freiheit, Liebe, Natur etc) werden im großen Maßstab menschliche Krisen erzeugt. Das soziale Gefüge gerät ins Wanken, damit wankt buchstäblich die Grundlage der Zivilisation (wobei „sozial“ nicht synonym mit „fair“ ist ). Anstatt zusammenzuarbeiten geht der Trend immer weiter in bestrafen, wegsperren, als krank erklären, das Hintergrundproblem ignorieren, es immer schlimmer werden lassen. In benachteiligteren Ländern sprechen wir nicht nur von menschlichen Krisen, sondern wir sprechen von Diktaturen, von Kriegen, von Elend in großem Maßstab.

Soviel zur Welt.
Was hat das mit Kriegern zu tun, außer dass sie für die Konflikte eingesetzt werden und schon immer wurden?

Die Samurai, die Ritter, die Krieger und Kämpfer waren an sich niemals freie Wesen für die Verbesserung der Welt, aber gerade in der Lebensführung der Samurai, wie auch gewissermaßen von den Rittern, ist dennoch eine gewisse Verantwortung zu erkennen und vor allem ein klares und ganzheitliches Konzept welches heute noch inspirierend ist, in einer Zeit in der die Existenz für viele sinnlos erscheint.
Doch nicht nur das ist zu beachten. Die Welt von heute unterscheidet sich sehr zu der von früher. Unter anderem eine veränderte Kommunikationsmöglichkeit. Mehr, schneller auf größerem Rahmen, mit der theoretischen Möglichkeit die Welt in kürzester Zeit umzustellen. Und die oben beschriebenen Gefahren für die ganze Welt.
Für diesen Artikel ist einer der wichtigsten Schlüsselgedanken wohl, dass sich die Waffen geändert haben und sich das Leben in der Zivilisation so verlagert hat, dass durch das Führen einer Waffe weniger erreicht werden kann als es früher der Fall war. An diese Stelle sind andere Dinge getreten.


Einen „Weg des Kriegers“ für die heutige Zeit zu denken ist für mich auf mindestens zwei verschiedenen Arten denkbar.
1) Die Waffen der Neuzeit beachten. Auch Musashi hat den taktischen Wert der Schusswaffen nüchtern untersucht. Heute würde er andere Waffen verwenden. Die anderen Dinge die in diesem Weg enthalten sind wie Ethik, Ehre, Spiritualität, Soziale Verpflichtungen, studieren anderer Künste ... all das sind mögliche Ergänzungen um aus den heutigen Soldaten nie da gewesene Krieger zu machen.
2) Den Blick NOCH weiter fassen: Die globale Perspektive und den freiheitlichen Geist, der unsere moderne bzw. postmoderne Zeit kennzeichnet, einbeziehen. In den Sozialwissenschaften ist man sich sehr einig, dass das Schicksal weniger als jemals zuvor von der Geburt abhängig ist (auch wenn anerkannt wird, dass die Machtverhältnisse und Lebensbedingungen einen gigantischen Einfluss auf Menschen haben. Grade dass sie keinen vorgegebenen Weg mehr haben, nichts zur Orientierung, ist eine zusätzliche Gefahr die vor usneer Zeit nicht exisierte).
Das nicht auszuklammern bedeutet den Weg des Kriegers frei und gestaltungsoffen werden zu lassen. Musashi selbst hat die Freiheit gelebt, aber die Diziplin in sich selbst getragen. Dieser Weg ist auf heute adaptierbar, bloß ohne Kriegerkaste.
Die körperlichen Ebenen des Weges sind auch hier mit Waffen denkbar. Seien es auch bloß Waffen wie Schlagstöcke und ggf. Messer, welche in den oft nicht tödlichen, aber vielerorts wieder ansteigenden, Konflikten der heutigen Zeit dafür sorgt, sich selbst verteidigen zu können um seinen Weg ungehindert gehen zu können. Auch Parkour, die Kunst der effiziente Fortbewegung ohne Hilfsmittel, ist authentisch für die heutige Zeit.

... Die globale Perspektive löst sich damit aber nicht auf.
Und hier setzt mein Gedanke und der Grund dass ich diesen Text verfasst habe an:

Was gehört noch alles zu dem „Samurai“ der heutigen Zeit?
Die Kriegskunst war ein authentisches Handwerk. Damit war es problemlos möglich und überaus nötig sie ein ganzes Leben lang zu studieren. Dem eigenen Leben willen.
Authentisch wäre es heutzutage (meiner zweiten der oben kurzgefassten Ideen folgend) sich mit den aktuellen Problemen der Gesellschaft zu befassen. Auch wenn die Umweltbedrohung und die Menschenechte von mir zuerst genannt wurden möchte ich hier absichtlich zuerst das soziale aufführen. Denn keine dieser Probleme lassen sich ohne soziale Handlungen bewältigen.
Die Menschen der heutigen Zeit haben oft nicht das Bewusstsein, oder zu viele eigene Probleme jeglicher Natur um sich mit solchen Themen zu beschäftigen, was folglich zusätzliche sozialpädagogische Arbeit nötig macht wie auch bestenfalls dem förderliche politische Entscheidungen. Auch diplomatische Prozesse sind sozialer Natur. Meine These die ich daraus schließe ist, dass eines der wichtigsten Felder der „heutigen Samurai“ die soziale Interaktion sein müsste.
Auch Kompetenzen zum Erwerb von Wissen, wie es in anderer Form auch früher schon als Teil des Weges gezeichnet werden könnte, wäre essenziell für die heutigen Samurai, durch die unfassbare Fülle an zugänglichen oder auch nicht zugänglichen Informationen auf der Welt. Und erneut im sozialen Handeln anderen diese Informationen geben zu können wie auch – wichtiger – anderen die Kompetenz vermitteln sich (erst um ihr Leben und dann) um den Erwerb von Wissen selbst kümmern zu können.

Und ich bezweifle, dass dieses kurze Gedankenintermezzo den Grossteil der Fassetten einer solchen Idee bereits eingefangen hat. Dennoch wer zweifelsohne eine solche Definition der Krieger der heutigen Zeit vorstellbar.

Die passendsten Bezeichnung für die heutigen Samurai müsste noch gefunden werden („heutige Samurai“ taugt wohl höchstens als Metapher), und eine gute Studie von Dokumenten über und von Samurai und anderen Kriegern der früheren Zeit wäre wichtig. Noch ganz andere Informationsquellen müssten eingeholt werden und selbstverständlich das Verinnerlichen der hier schon genannten Fassetten des Kriegerdaseins der heutigen Zeit müssten auch von den Initiatoren schon geleistet werden.
Aber die Eröffnung einer Schule welche das authentische Werkzeug des heutigen Samurai vermittelt wäre denkbar. Genauso denkbar, wie diese Dinge eher frei, der Art und Weise wie sich Parkour heute verbreitet, zu anzugehen, und sehr individuell zu halten. Und genauso denkbar wie weltweite Netze zu Gründen von Leuten die sich auf die selbe Art und Weise in den „Krieg“ für eine bessere - oder gar fürs erste gerettete Welt einsetzen wollen. Und am denkbarsten erscheint auch, dass sich diese drei Möglichkeiten nicht ausschließen.
Dogmatismus ist dabei abzulehnen, genau wie Musashi ihn abgelehnt hat denn er verhindert das interdisziplinäre Arbeiten und die Freiheit und Offenheit. Und niemand wird sich gänzlich mit allem gleichermaßen auskennen können, dass relevant für die Welt oder auch nur für die soziale Interaktion ist.

Im nächsten Schritt, wenn man sich entscheiden sollte die hier erdachte Richtung zu gehen, wäre das gründliche studieren und nachdenken, einerseits über die Umsetzung und welchen Entwurf die jeweilige Person am ehesten verfolgen wollen würde und wie dieser im Detail aussehen soll und andererseits die Probleme der Welt.

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://robstasy.deviantart.com
Robba
(o.ô ) <(=.=)> ( ô.o) Ninjameistermuffin
avatar

Anzahl der Beiträge : 665
Anmeldedatum : 07.01.09

BeitragThema: Re: Heutige Samurai   Di Sep 14, 2010 7:22 pm

Niemand scheints interesant zu finden. Egal, ich kltsch das hier auch nochmal rein. GEdanken zu den heutigen Samurai Teil 2:

Zitat :

Der Name Samurai ist ein Label, eine Einschrnkung eine Fixierung. So eine darf nur eingegangen werden wenn sie absolut und vollkommen zu allem passen was man will. Allein schon, dass die tradition der Samurai viel enthält von dem wir auch einiges nicht wollen ist es schwer das zusagen.
Es könnte stattdessen eine Metapher sein. Einer von vielen Namen oder möglichen Bezeichnungen.

Diese Schule der Ganzheitlichen Weltverbesserung würde Wissen über viele Dinge vermitteln. In dem wohl innovativen aber nicht unkritisch zu sehenden Konzept der Saludogenese wird Verständnis von der Welt als eine der Kernmomente der Verfügbarkeit über sie festgestellt. Damit wird sie zur Grundlage von Gesundheit. In den heutigen Ausbildungen werden leicht erklärbar „keine Generalisten aus[gebildet]. Die Leute wissen vieles nicht über viele Unterschiedliche Themen. Ich denke nicht, dass man Menschen dazu bringen kann in den Krieg zu ziehen wenn sie über viele Dinge richtig bescheid wüssten. Ich denke Ausbildung besteht heute zu groeßen Teilen aus Auswendig lernen. Ihnen wird nicht beigebracht Probleme zu lösen. Ihnen werden keine Werkzeuge für ihr Umfeld an die Hand gegeben um kritisch zu denken.“


Samurai mussten Arm sein. Ritter waren es oft, aber aus anderen gründen ^^ Genau diese Tradition überträgt sich auch auf Hheute, denn wer diese Schule richtig Leben möchte, als authentisches Handwerk, der muss sich damit abfinden, dass er nihcht reich wid, dass er Möglichkeiten haben muss außerhalb des Monetären Systems zu existieren, in dem soziales und kulturelles Kapital anstelle von ökonomischem Kapital treten. Wege zu überlebe n ergeben sich daraus, dass je mehr Leute zusammenarbeiten, eine prozentual geringere Masse an Geld nötig wird. Selbstversorgung in Technik, technischem Wissen und Ernährung stellen sich dem Geld direkt entgegen. Die „Schule der modernen Samurai“ könnte sich zum integrativen Bestandteil einer Lebensgemeinschaft machen.
Eine der Kernargumente, dass ohne Geldanreiz keine Leistung erfolgt oder dass Leute in Komunen und solchen Alternativen Lebensgemeinschaften faul werden da sie sich nicht kontrolliert werden und sich selbst nicht kontrollieren können, was auch vereinfacht und in den meisten Fällen nicht zutreffend ist (((hoff ich doch) wären selbst wenn an sich auf die Argumentation einlassen würde durch die Disziplin in dieser Ausbildung, legitimiert nicht durch sich selbst wie noch vor wenigen Jahren und auch heute noch postuliert wird sondern durch die Ernsthaftigkeit des Unterfangens und durch den Gewinn an Freiheit den wir durch Disziplin erhalten, vollkommen aufgelöst.

Religion, spiritualität? Samurai und Ritter waren es. „Wir können es Spiritualität nennen, doch Tatsache ist: Freude kommt durch das Glückseligkeitsgefühls des Verbundenseins.“
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://robstasy.deviantart.com
 
Heutige Samurai
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Juggermuffin :: Schmiede der M8 :: Dinge bewegen-
Gehe zu: