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 Parabeln, Fabeln, etc.

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Ferahamar
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Di Dez 15, 2009 10:14 pm

Wie wär's mal mit ein paar der oben genannten Dingen?
Aber bitte nicht so übertrieben metaphorische Sachen wie Kafka ^^


Ein alter chinesischer Kaiser hatte vor, das Land seiner Feinde zu erobern und sie alle zu vernichten. Später sah man ihn mit seinen Feinden speisen und scherzen. "Wolltest du nicht deine Feinde vernichten?" fragte man ihn verwundert. Der Kaiser antwortete: "Ich habe sie vernichtet. Ich machte sie zu meinen Freunden."
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Robba
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di Dez 15, 2009 10:52 pm

Drei Meister der Schmiedekunst gerieten in Streit darüber welcher das perfekte Schwert herstelle. Einer der Schmiede forderte einen Wettstreit, worauf die anderen einwilligten. Alle stellen ein Schwert mit all ihrer Kunst her und gingen eines Herbsttages zum Fluss.
Der erste Schmied hält sein Schwert ins Wasser. Ein Herbstblatt fließt auf die Schneide zu und wird zerteilt.
Der zweite Schmied hält hohnvoll seine Klinge ins Wasser. Als das nächste Herbstblatt die Schneide berührt wird sie widerstandslos zerteilt und fließt fasst wie ein Stück weiter.
Der dritte Schmied schüttelt den Kopf, zieht sein Schwert und hält es ins Wasser. Betrübt spricht er die Worte: "Ihr habt nichts verstanden." Ein Herbstblatt fließt auf die Schneide zu, wechselt aber im letzten Moment den Kurs, schwimmt um die Waffe herum und treibt in einem Stück weiter.
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Manuel
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di Dez 15, 2009 11:09 pm

Aaah, Robin, sehr schöne Parabel, sogar auch sehr schön einfach zu verstehen. happy
Und Dennis, deins ist doch aus so nem Buch, zumidnest hatten wir mal eins wo lauter so Dinge drinstanden. "Die Geschichten des Hodya" oder so
Edit: Nasreddin Hodscha hieß er! happy Ma schaun ob ich das Buch hier irgendwo noch finde...
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Ferahamar
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mi Dez 16, 2009 8:34 pm

Das wäre cool! Dann hau mal ein paar Geschichten rein!
Und ich hatte es zugegebenermaßen im Internetz gefunden Embarassed
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Robba
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Fr Dez 18, 2009 1:02 am

Ah, mit Nasreddin habe ich mal ein paar Dinge gelesen in einem Buch über "Metaphorisches Lernen" ^^ passenderweise
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mo Feb 08, 2010 9:52 pm

Nicht als Witz gedacht, trotzdem gut ^^

Eine zweistündige Klausur in Philosophie. Die Frage, die zu beantworten war: »Was ist Mut?« Da die Klausur einen großen Teil der Leistung ausmachte, waren alle Schüler entsprechend aufgeregt und schrieben seitenweise. Aber ein Schüler hatte nach kurzer Zeit sein Heft abgegeben, denn er hatte nur geschrieben: »Das ist Mut.«
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Manuel
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mo Feb 08, 2010 11:07 pm

Aaah, da muss ich dann doch mal drauf eingehen.^^
Ist meiner Meinung nach doch eher nur als Witz gedacht bzw nur zu gebrauchen.
Denn wenn man ernsthaft philosophisch darüber nachdenkt, dann ist das nur eine sehr kurze Denkaufgabe. Denn zweiffellos hat der Schüler, der sein Heft sofort abgibt Mut bewiesen. Aber in keinster Weise hat er erklärt was Mut ist und er hat es (und nun kommt der Punkt) nur einseitig vorgeführt. Aber Mut hat ja viel mehr Facetten. Wodurch der Schüler bei jedem halb vernünftigen Philosophielehrer dann leider immernoch eine 6 für die Aktion kassieren würde. happy
Außerdem besteht die Beschäftigung mit der Frage "Was ist Mut?" aus mehr als "Wie demonstriere ich Mut?".
So, das MUSSTE ich einfach jetzt dazuschreiben, hätte mich sonst gewurmt.^^

Und das kleine Nasreddin Hodja Heft das wir mal hatten finde ich nicht mehr Sad Wir haben nur noch eins wo jede Geschichte ca. 5 Seiten lang is (DinA5) und das is mir doch bissel zu viel Tipparbeit.
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mo Feb 08, 2010 11:55 pm

Ok, ich geb's zu... wohl eher eine Anekdote... Aber trotzdem gut, wenn man nicht zuviel reininterpretiert ;-)

Dann zumindest noch mal was gescheites, vielleicht einigen hier bekannt:

Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken dieser Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm hin und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: "Von mir willst du den Weg erfahren?"
"Ja", sagte ich, "da ich ihn selbst nicht finden kann."
"Gibs auf, gibs auf", sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen."

von Kafka

Interpretiert mal im Sinne der Weltenwanderschaft naughty
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Robba
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di Feb 09, 2010 4:04 pm

Ich als Lehrer erkenne Unterschiede zwischen Lehrerkonzepten.
Und der Schüler dieser Anekdote hat eine Leistung gebracht die alle anderen nicht haben, oder nicht zeigen konnten. Ich rede von eigenständigem Denken, Stehen und Sein. Warum er es getan hat ist aus der GEschcihte nciht hervorgegangen, warum ich cniht so weit ausholen kann. Aber dennoch ist ein "anständiger" Philosophielehrer wie du ihn beschreibst, Manu, nur ein Philosophielehrer der seine ROlle erfüllt. Anständig ist eine Wertung.
ANständig würde ich z.B. finde wenn ein Lehrer ein solch mutiges (ergo sozialkompetentes?) Verhalten und diese Eigenstädnigkeit, Individualität honorieren würde. All diese Kompetenzen sind sogar in den unsäglichen Lehrplänen manifestiert, und dennoch werden sie nicht ausreichend beachtet.

Wir reden hier von Konzepten.

Im gängigen Konzept, welches den Lehrer als Zentrum des Lernens sieht, hast du also recht.
Btw. solche Konzepte können nur geändert werden wenn Energie in die Vernderung investiert wird. Energie auch in Form von Mut.

Ergebnis:
Ich würde mit dem SCHüler reden. Möglichst so, dass er nicht weiß worauf ich hinaus will. Wenn mir seine Beweggründe gefallen, bekommt er eine 1 von mir.
DAS ist Schülerzentrierte (aufs INdividuum abgestimmte) Bewertung einer Leistung.
Bei nächster Gelegenheit würde ich das mit der KLasse thematisieren und die nächste Unterrichtseinheit daran anschließen und aufbauen.

Prost happy beer
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di Feb 09, 2010 11:42 pm

Allerdings hatte die Leistung die der Schüler gebracht hatte nur teilweise etwas mit der verlangten Aufgabe zu tun. Wenn in Deutsch die Aufgabenstellung wäre "Was ist ein Gedicht?" und jemand schreibt auf sein Blatt:
Bleibe niemals liegen,
wenn du dich am Boden wälzt!
Einmal wirst du siegen,
wenn du nur dagegenhälst!
dann würde er auch bei einem "anständigen" Lehrer (anständig ist viel mehr ein Wert als eine Wertung, natürlich individuell aber gesellschaftlich geprägt) keine gute Note kassieren. Und schonmal gar keine 1. Wink
Sprechen wir von Lehrkonzepten statt von Lehrerkonzepten. Ob gut oder schlecht sei dahingestellt, aber: Unser deutsches Bildungssystem, gerade die Schule ist in nur in geringster Weise dazu ausgelegt gesellschaftlich als tugenhaft bezeichnete Attribute zu fördern (Originalität, Mut, Selbstständigkeit), sondern Fleiß und Vorbereitungsfähigkeit, bzw die Fähigkeit zu Reproduktion zu testen. Wie gesagt, ob gut oder schlecht jetzt mal ausgelassen, aber definitiv GEWOLLT.
Niemand kann mir erzählen, dass die Leute die unser Schulsystem erstellt und geprägt haben im Sinn hatten Schule nicht als "Fleißtest" sondern als "Entwicklungshilfe" zu gestalten.
Insofern ist der Lehrer bzw die Lehrerrolle von der ich spreche natürlich eine, die ihre Rolle erfüllt. "Anständig" war auch vielleicht nicht der beste BEgriff. Aber "anständig" in Bezug auf eine Berufsbezeichnung meint doch in der Mehrheit der Fälle jemanden der seinen Beruf seiner Rolle gerecht erfüllt, oder nicht? happy

Ich verstehe in gewisser Weise warum du dem Schüler eine 1 geben würdest. Oder viel mehr, ich WUSSTE, dass du es würdest. Wink
Aber erkläre mir doch wieso? Weil er etwas gemacht hat, was andere nicht gemacht haben? Aber trotzdem war es keine richtige Erfüllung der Aufgabe. Nicht jeder versteht "Was ist Mut?" als implizierte Aufforderung Mut zu demonstrieren. Was würdest du den Schülern sagen, die sich beschweren aufgrund deiner "unklaren Formulierung" (Das Argument wirst du 100000 mal als Lehrer zu hören bekommen very happy ) diese Aufforderung nicht so verstanden zu haben, sich die Finger wund geschrieben haben, einigermaßen ordentlich, und nur z.B. eine 3 bekommen?
Und zu deiner individuellen Bewertung:
Theoretisch eine schöne Idee. Aber das kann total nach hinten losgehen. DAnn endet es nämlich wie mein Kunstunterricht. Zwei Leute schreiben im Sinn das gleiche, einer bekommt eine 1, einer eine 3. Das war dann invididuelle Bewertung. Beim einen haben dem Lehrer die Beweggründe eben mehr gefallen. So eine Bewertung ist individuell, ja, aber total subjektiv. Und meinst du in jeder Situation bei so einer subjektiven Entscheidung gerecht entscheiden zu können? Außerdem - warum dreht es sich auf einmal in Philosophie um Originalität und richtige Beweggründe? Warum nicht in Ethik? Oder in allen Fächern? Nehmen wir diesen Gedanken mal. Wenn alle Lehrer individuell bewerten. Was für ein Chaos wäre das? Und wie sollte man dies in allen Fächern umsetzen? Was sollte man als Schüler tun wenn ein Lehrer einen "individuell" ungerecht bewertet? (War bei mir in der STufe schon manchmal grenzwertig was als "pädagogischer Spielraum" durchging. Einer kam im Schnitt auf 2,7 und hat ne 2 im Zeugnis bekommen, ein anderer auf 2,4 und bekam ne 3) Was würde der Schulabschluss ausdrücken? Kreativität? Sympathie?

Ich hatte noch ein paar andere Sachen im Kopf, aber das war so viel gleichzeitig, jetzt hab ich den Rest wieder vergessen...^^
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Juri
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Mi Feb 10, 2010 12:44 am

Oh yippie! hier tun sich grad so viele Fässer auf!!! Und ich kann euch beiden sowohl zum Teil zstimmen asl auch ablehnen. Muss dazu unbedingt auch was loswerden, aber nicht mehr heute,ich sollte scho seit einer stunde schlafen und es wird noch dauern, scheiß viel arbeit...^^
@Robba: du scheinst ja doch noch Gelegenheit gefunden zu haben, für Powi-didaktik zu lernen? very happy
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Robba
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mi Feb 10, 2010 1:10 am

Ich freu mich sehr auf deinen Beitrag. Ich bin wirklich wirklich sehr sehr gespannt.
RING FREI! XD

Das dir niemand erzählen kann dass die Leute die das schulsystem so geprägt haben das nicht so wollten ist nicht ganz so einfach. Tatsächlich sind nämlich einige Debatten unterwegs und sehr viele Unterschiedliche Meinungen. Lobbyismus un dtatschlich auch einfache Unwissenheit und Reproduktion der Gesellschaft unter anderem durch das Schulsystem.
Ich kann dir, durch meinen speziellen Bezug dazu, tatsächlich erzählen, dass die Schule mit spezielleN Aufgaben assoziiert wird. Nämlich die Gesellschaft zu erhalten, zu qualifizieren.

Nur wie das geschieht, welche Werte dabei wichtig sind und nicht, ist sehr sehr strittig und oft nur eine Frage didaktischer Schwäche.

Und jetzt zum Wieso: Ich habe schon einiges Erklärt außerdem didaktisch begründet. Auch diese Aktion des Schülers ist eine große, wirklich große Gelegenheit dass die ganze Klasse mit einem sehr berechtigten Interesse (wenn so was geschieht kann an politsiche Konflikte bearbeiten mit einem Interresse an demT Thema dass echt schwer zu erzeugen ist, künstlich sowieso unmöglich.

Am Ende hast du auch noch ein paar echt schöne Theman aufgemacht. Das größte Natürlich mit der Benotung, an der vorbei man, so mein derzeitiges Ergebnis, nur wirklich selbstständiges Lernen ermöglichen kann, wenn allen beteiligten klar ist worin sie sich befinden und dass sie zusätzlich power geben müssen um wirklich ihr eigenes Ding durchziehen zu können.
Dass ich nur in einem Fach andere Wege einschalgen würde hab ich ja gar nicht behauptet. Ich würde tatsächlich in anderen Fächern ähnliches versuchen. Außerdem bin ich Vertreter der unterrichtsöffnung und der vermischung der Unterrichtsfächer an so vielen Stellen wie es nur geht.


Muha! Wink Ich bin nicht dein Kunstlehrer, also ich will auch nciht so werden. In letzter Zeit experimentiere ich mit dem gedanken Sachverständliche Subjektivität zu bewerten. Einerseits habe ich in letzter Zeit gesehen, dass es nicht nötig ist, dass alle die selbe Arbeit schreiben, dass alle die selbe Zeit haben. Ja, es dürfen von machen didaktikern sogar die Zeit überschritten werden, oder gewählt werden zwischen Essay und Klausur zum Beispiel. Jeder für sich.
Andererseits können die Inhalte dieser Bewertungen, denen ich ja irgendwie unterworfen zu sein scheine, individuell vom eigenen Interesse abhängig sein. Wichtig ist, dass diese gedanken Sachverständig sind.
Darauf vorbereiten kann man Schüler in dem man ihnen ethische Grundsätze klarmacht, wie auch immer man das tut, und ihnen ein reflexives Selbst ermöglicht.


Diese Schüler in der Geschichte ist zumindest das gelungen. Möge der jewilige Pädagoge auch ein Idiot sein, ist doch 1 Freigeist rausgekommen. Es wäre Schade wenn die Systemfalle der Schule dort zuschnappt.
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Ferahamar
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mi Feb 10, 2010 8:42 pm

Um noch etwas Zündstoff zu liefer, hier eine Geschichte, die ihr wahrscheinlich alle kennt:

Das nun folgende war wirklich eine Frage, die in einer Physikprüfung, an der Universität von Kopenhagen, gestellt wurde:
Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines Wolkenkratzers mit einem Barometer feststellt.
Ein Kursteilnehmer antwortete:
Sie binden ein langes Stück Schnur an den Ansatz des Barometers, senken dann das Barometer vom Dach des Wolkenkratzers zum Boden. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers entspricht der Höhe des Gebäudes.
Diese in hohem Grade originelle Antwort entrüstete den Prüfer dermaßen, dass der Kursteilnehmer sofort entlassen wurde. Er appellierte an seine Grundrechte, mit der Begründung dass seine Antwort unbestreitbar korrekt war, und die Universität ernannte einen unabhängigen Schiedsrichter, um den Fall zu entscheiden. Der Schiedsrichter urteilte, dass die Antwort in der Tat korrekt war, aber kein wahrnehmbares Wissen von Physik zeige..
Um das Problem zu lösen, wurde entschieden, den Kursteilnehmer nochmals herein zu bitten und ihm sechs Minuten zuzugestehen, in denen er eine mündliche Antwort geben konnte, die mindestens eine minimale Vertrautheit mit den Grundprinzipien von Physik zeigte. Für fünf Minuten saß der Kursteilnehmer still, den Kopf nach vorne, in Gedanken versunken. Der Schiedsrichter erinnerte ihn, dass die Zeit lief, worauf der Kursteilnehmer antwortete, dass er einige extrem relevante Antworten hatte, aber sich nicht entscheiden könnte, welche er verwenden sollte. Als ihm geraten wurde, sich zu beeilen, antwortete er wie folgt:
Erstens könnten Sie das Barometer bis zum Dach des Wolkenkratzers nehmen, es über den Rand fallen lassen und die Zeit messen die es braucht, um den Boden zu erreichen. Die Höhe des Gebäudes kann mit der Formel H=0.5g xt im Quadrat berechnet werden. Der Barometer wäre allerdings dahin!
Oder, falls die Sonne scheint, könnten Sie die Höhe des Barometers messen, es hochstellen und die Länge seines Schattens messen. Dann messen Sie die Länge des Schattens des Wolkenkratzers, anschließend ist es eine einfache Sache, anhand der proportionalen Arithmetik die Höhe des Wolkenkratzers zu berechnen.
Wenn Sie aber in einem hohen Grade wissenschaftlich sein wollten, könnten Sie ein kurzes Stück Schnur an das Barometer binden und es schwingen lassen wie ein Pendel, zuerst auf dem Boden und dann auf dem Dach des Wolkenkratzers. Die Höhe entspricht der Abweichung der gravitationalen Wiederherstellungskraft T=2 Pi im Quadrat (l/g).
Oder, wenn der Wolkenkratzer eine äußere Nottreppe besitzt, würde es am einfachsten gehen da hinauf zu steigen, die Höhe des Wolkenkratzers in Barometerlängen abzuhaken und oben zusammenzählen.
Wenn Sie aber bloß eine langweilige und orthodoxe Lösung wünschen, dann können Sie selbstverständlich den Barometer benutzen, um den Luftdruck auf dem Dach des Wolkenkratzers und auf dem Grund zu messen und der Unterschied bezüglich der Millibare umzuwandeln, um die Höhe des Gebäudes zu berechnen.
Aber, da wir ständig aufgefordert werden die Unabhängigkeit des Verstandes zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es ohne Zweifel viel einfacher sein, an der Tür des Hausmeisters zu klopfen und ihm zu sagen: Wenn Sie einen netten neuen Barometer möchten, gebe ich Ihnen dieses hier, vorausgesetzt Sie sagen mir die Höhe dieses Wolkenkratzers.
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di Feb 16, 2010 7:26 pm

Die letzte Geschichte ist wohl eine fokussiert auf das heutige Verständnis von "krtischer Wissenschaft". Auch sehr nett happy

Aber ich fand die Diskussion die grad am laufen war sehr interessant, warte auch immernoch Beiträge ab. Juri hatte ja schon was angekündtigt. Wenn du Zeit hast, würde mich freun ^^
Bei Manu nadörlich auch.
UND Niklas sowieso.
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BeitragThema: Das Vermächtnis   So Feb 21, 2010 10:52 pm

Es war um die Zeit, da der Affe zum Menschen wurde. Und am Vorabend seiner Menschwerdung versammelte der Affe noch einmal alle Tiere um sich, um von ihnen Abschied zu nehmen. "Morgen will ich Mensch werden", sprach er wehmütig zu ihnen, "und ihr werdet mich alle verlassen und meiden, und ein Kampf wird entstehen zwischen meinem Samen und eurem Samen."
"Jawohl, ein Kampf!" brüllte der Löwe.
"Du willst mehr werden als wir!" brummte das Nashorn.
"Das wirst du büßen müssen!" wiederholte giftig der Floh.
"Lassen wir das!" sagte mit einem Anflug unbeschreiblicher Müdigkeit der Affe,
"und feiern wir heute noch ein Fest des Friedens und der Freude miteinander."
"So sei es!" riefen die Tiere und drängten sich gutmütig und wohlwollend um den scheidenden Bruder
und fragten ihn, ob sie ihm nicht noch etwas Liebes tun oder mitgeben könnten.

Da ward dem Affen noch trübseliger zumute, und er setzte sich unter eine Palme und
fing jämmerlich an zu schluchzen. Tiefes Mitleid ging durch die Tierherzen.
"Wir wollen den Armen trösten!" begann endlich das Schaf und schritt allen voran auf den Weinenden zu.
Lange sah das Schaf dem Affen in die Augen, und dann sprach es: "Trage mein Bild stets in deinem Herzen,
so wird es sein, als ob ich mit und in dir weiterlebte!"
Dem Schaf folgte das Kamel, sah dem Affen tief in die Augen und sagte das gleiche zu ihm.
Und herzu traten der Ochs, der Esel, das Schwein, der Pfau, die Gans, der Tiger, der Wolf, die Hyäne und
viele andere Tiere, und jedes sah dem Affen tief in die Augen und sprach feierlich zu ihm: "Trage mein Bild
stets in deiner Seele, so wird es sein, als ob ich mit dir weiterlebte."
Die letzen, die herantraten, waren der Löwe, der Adler und die Schlange.

Der Affe konnte vor Müdigkeit kaum mehr aus den Augen schauen, und als die Schlange sich verabschiedet hatte, sank er sofort in tiefen Schlaf. Aber wirre und schreckliche Träume ängstigten ihn, und gegen Morgengrauen erhob er sich im Halbschlummer von seinem Lager und tastete sich zur nahen Quelle.
Mit Augen, deren Schleier klares Bewußtsein noch nicht zu zerreißen vermochte, blickte er in den Wasserspiegel, der, leicht bewegt, sein Bild wiedergab.
Wie sah er aus! Da schwamm auf zitternden Wellen das Bild des einfältigen Schafes - oder - nein! Es war
das häßliche Kamel, das mit arroganten Zügen aus den Wogen ihn anstarrte. Mit einem Male schien es der blutrünstige Tiger, als den er sich in den Fluten sah, und kaum, daß er genauer hingespäht, war es ein Pfau, der ihm sein eitles Rad entgegenschlug.
Endlich brach ein Sonnenstrahl durch die Bäume, und der Affe erwachte aus seinem traumhaften Zustande. Verwundert rieb er sich die Augen und wollte sogleich den nächsten Baumriesen empor, als sein Blick von ungefähr in die Quelle fiel. Da erkannte er, daß er über Nacht Mensch geworden war.
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Do Feb 25, 2010 11:57 pm

Super Parabeln, Dennis! Jede einzelne würde sich schon lohnen, darüber zu reflektieren und diskussionen zu eröffnen, aber ich möchte immer noch meinen ausstehenden Beitrag zu der "Mut-Geschichte" nachholen bzw. anknüpfen...

vorher aber noch: @Robba: dass ihr in FDG 1 zwischen Klausur und Essay wählen durftet, ist nicht in erster Linie eine Idee der didaktik-dozenten gewesen, sondern eine Errungenschaft, die Teilnehmer unseres einführungskurses vor einem Jahr ermöglicht haben. Sie haben nämlich genau mit holzkamp und co. gegen unsere Dozenten argumentiert und gemeint, dass es ein bisschen schizophren und unglaubwürdig is, wenn man hier eine didaktische Theorie in form einer Klausur reflektieren soll, die sich genau gegen diese Lernform der Klausur ausspricht. Daruafhin haben die dozenten überlegt, kurzfristig das Schreiebn eines Essays auch gelten zu lassen (auch wenn sie bei immer der gleichen FRagestellung Gefahr laufen, dass von Semester zu Semester nur noch abgeschrieben wird...), was aber esrt im nächsten Semester so wirklich angenommen wurde...konfliktlösung zwischen zwei Parteien, und fast schon Demokratie, vom feinsten...
Apropos, könntest du mir bei nächster Gelegenheit, wann immer das auch sein mag, mir wieder meine mitschriften zu den Klausur-TExten mitbringen?

So und jetzt zum "mut-Beitrag":
das wichtigste wurde dazu schon gesagt, wshalb ich mich entschlossen habe, nicht mehr das alte mittlerweile abgestandene Fass anzuzapfen, sondern ein neues mit ähnlichem Wein zu öffnen...
und zwar ist mir bei der diskussion oben eine wichtige Frage aufgefallen, die mich auch in meiner ersten Praktikumswoche beschäftgt hat: wie und nach welchen Kriterien bewerte ich eigentlich Leistungen von anderen, in dem Fall von Schülern?
Sehr schwierig finde ich dabei besonders "mündliche Noten", wenns nch mir ginge, würden die zumindest als individuelle Einzelnote, abgeschafft und durch soziale Gruppennoten bei denen auch Sozialkompetenz berücksichtigt wird, und geeignetere Unterrichtsmethoden ersetzt. (mündlcihe Noten sind nämlich grade für eigentlich gute, aber stille und schweigsame Schüler ein hindernis...auch wenn mans heute nicht mehr glaubt, ich war auch so eine...^^) Mehr sage ich hierzu erstmal nicht...

Ich würde gerne von euch wissen, was an Bewertungskriterien und -systemen euch in eurer Schulzeit als gerecht/ ungerecht vorkam und wie ihr das Problem der notengebung ändern würdet, wenn ihr selbst welche vergebn müsstet... oder politischer ausgedrückt: wie kann man sich als Lehrer der Vorgabe von Schule in unserer Gesellschaft "beugen", durch Noten und Schulabschlüsse zu selektieren, und trotzdem seinen eigenen Prinzipien der gerechten Anerkennung des Schülers als ganzes Wesen REchnung tragen?

FReue mich auf eure Beiträge! auch gerade von "stillen und schweigsamen" Forumteilnehmern...^^
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Fr Feb 26, 2010 1:09 am

Ich teile mal meine Meinungen in mehrere Punkte:

1. Ich persönlich halte eine mündliche (also einzeln vergebene) Note für sinnvoll, weil sie die Mitarbeit im Unterricht (sofern vom Lehrer ermöglicht) widerspiegelt. Ich selbst war auch schon immer einer von den stillen Leuten, und dementsprechend waren meine Zeugnisse auf dem Gymnasium eben nur mittelmäßig. M.M.n. meine eigene Schuld, da ich mich heute immer noch als stillen Schüler sehe, aber heutzutage trotzdem mein Maul aufkriege und dafür sehr gute Benotungen bekomme. Was hier aber wichtig ist, ist eine ausgewogene - vielleicht individuell angepasste - Bewertung zwischen Qualität & Quantität der Mitarbeit.

2. Gruppennoten, wie du es vorgeschlagen hast, halte ich für zu schwierig umsetzbar, u.a. weil es immer solche Leute gibt und geben wird, die sich innerhalb einer Gruppe überhaupt oder nur wenig einbringen und nichts zu bestimmten Leistungen beitragen. Entweder bekämen diese "Schmarotzer" dann eine gute Note für Nichtstun, oder sie ziehen die Noten ihrer Mitschüler in der Gruppe notentechnisch runter.

3. Und jetzt zu einem meiner "Lieblingsthemen": Prüfungen (hier nur oder erstmal bezogen auf Ausbildungen). Habe bereits mehrere Stunden und Tage mit Kollegen, Mitazubis, Lehrern, dem Prüfungsausschuss und diversen Mitarbeitern der IHK Wiesbaden & PAL Stuttgart darüber diskutiert, und alle sind sich einig: die Abschlussprüfung - wie wir Bauzeichner und andere Berufsgruppen sie absolvieren müssen - in ihrer bisherigen Form sollte abgeschafft werden.
Hauptargument: Die Prüfung ist eine Bewertung der Leistungen von einem bzw. einigen wenigen Tagen. Diese Leistung wird unter enormen Zeitdruck gemacht, mit dem Wissen, dass hiervon die weitere (zumindest nährere) Zukunft abhängt. Bei Nicht-Bestehen "droht" eine Verlängerung der Ausbildungszeit bis zur Nachprüfung, was z.B. zur Folge hat, dass man einen bereits unterschriebenen Arbeitsvertrag in die Tonne kloppen kann. Oder man hat gerade so mit einer 4,5 bestanden, was bei zukünftigen Bewerbungen auf gut deutsch scheiße aussieht. Und das vielleicht nur, weil man unter zu großen Stress stand als man die Prüfung ablegte.
Der Zeitdruck ist auch so eine Sache... Man hat in der Theorie bspw. nur durchschnittlich 2 Minuten pro Aufgabe. Und das auch für komplexe Volumenberechnungen, hydrostatische Aufgaben und mathematische Ermittlung von Rohrdimensionen bei einem bestimmten Regenanfall in einem gottverdammten Entsorgungsgebiet, was mich einen Scheiß interessiert >.<
Auf jeden Fall war ein Lösungsvorschlag, der evtl. auch in naher Zukunft Anwendung finden könnte, dass man die Noten des Abschlusszeugnisses mit in die Bewertung einbezieht, um einen gerechteren Durchschnitt zu erzielen.


Soviel zunächst mal von mir
Vorerst Gute N8
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Fr Feb 26, 2010 1:45 am

ja, als Schüler habe ich genauso argumentiert, mit den "Schmarotzern" 8inwiefern dieses "schmarotzen" hier nur negative Asuwirkungen hat, müsste man getrennt diskutieren, habe ich z.B. vor Kurzem mit den 180 Leuten in meinem Tutorium erlebt...), die durch die Leistung anderer in der Gruppe eine bessere Note bekommen...weiß auch noch nicht, wie das realisierbar ist, einen Gruppenarbeitsprozess zu beurteilen, von dem man ja von außen nicht viel mitkriegt...die Präsentation allein ist ja auch nur ein ausschnitt...

tja, aber wie soll das denn rein praktisch gehen, jeden Schüler individuell und grecht nach den Maßstäben "Qualität und Quantität" zu bewerten? (ich weiß, manche Lehrer führen Tabellen, in denen aus der erinnerung nach der Stunde Pluszeichen oder Minuszeichen eingetragen werden) --> grade als stiller Schüler wird man oftmals gar nicht wahrgenommen, wenn man sich meldet, weil der Lehrer eher die "ständigen mitarbeiter" fokussiert...)
die frage kam mir wie gesagt, diese woche in einer Stunde, in der Frontalunterricht gehalten wurde und sich das typische Bild zeigte, dass nur ein Drittel bis die Hälfte am vom Lehrer gelenkten Unterrichtsgespräch teilnahm, man konnte förmlich eine diagonale von vorne rechts nach hinten links ziehen, eine Achse also, an der sich das Geschehen um die antworten abgespielt hat... mein Problem dabei: ich hätte nach der Stunde nicht sagen können, welcher Schüler sich wie oft und in welcher Qualität geäußert hat, ich konnte nur so ungefähr verschiedene Sitzgruppen innerhalb dieser Achse ausmachen. (ok, ich gebe zu, Gruppennoten für Sitzgruppen lösen hier auch nicht das Problem...) Mag sein, dass man als Lehrer nach einer gewissen Zeit Routine in dieser bewertenden Wahrnehmung hat, aber genau darin liegt eine weitere Gefahr: den Schüler in Schubladen einzusortieren, ein einmal gefestigtes bild nicht mehr zu revidieren, womit Leistungssteigerungen oftmal gar nicht berücksichtigt werden...überhaupt liegt dies alles in der subjektiven Wahrnehmung der Unterrichtssituation von Seiten des Lehrers (was oben von Manuel ja schon kritisch gesehen wurde...) und die nächste große Frage: wie bewerte ich denn Leistungen von alternativen Unterichtsverfahren wie z.B. "Standbilder" (^^) ???
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Robba
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mo März 01, 2010 9:11 pm

zu Minds Ausführung mit den Prüfungen wollte ich hinzufügen:

Ich denke dass persönliche Kenntnis über einen Menschen, durch Probearbeiten und so, den Bedarf nach zertifizierten Prüfungen senkt. Mehr oder weniger kausal (reziprog genau genommen) sogar.


Für den Konflikt den Julia aufgemacht hat kommen mir folgende Ideen:

Möglichkeit 1: Bewertung von sachkompetenter Individualität wie oben vor ein paar Tagen von mir angeschnitten, und Lehrer die dazu relativ Fähig sind.

Möglichkeit 2: DIESE Dinge einach nicht benoten und die Noten anders generieren. Grade bei Themen die den Lehrern wichtig sind wird das oft gemacht.
Und, meine Liebe, ich denke du könntest echt mal n paar Antitraumatische Workshops vertragen. Um dir die Standbilder ... ,vllt nicht auszutreiben, aber mit zahlreichen lebensnahen Alternativen zu ergänzen.^^
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Manuel
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Mo März 01, 2010 9:41 pm

Hmmm... Wenns so einfache Lösungen für unser Benotungssystem in der Schule gäbe, dann wär das ja alles nicht so kompliziert... happy

Ich bin auch der MEinung, dass mündliche Noten noch ein gutes STück wichtiger werden sollten. Denn sie spiegeln die Mitarbeit über einen langen Zeitraum wider und zeigen wer auch WÄHREND dem Unterricht dabei ist, und nicht nur danach bei den Hausaufgaben oder 2 Wochen vor der Arbeit.
Das einzig "Gute" an Arbeiten ist halt, dass sie den Schüler zwingen sich WIRKLICH auf den Arsch zu setzen und mal etwas zu pauken. Man müsste entweder eine andere Methode finden um Schüler dazu zu kriegen oder sie vielleicht irgendwie dazu motivieren (im Unterricht vielleicht ein paar Minuten immer schwere Wissensfragen einführen und wer diese beantworten kann kriegt n kleines Plus oder so, vielleicht auch in Form einer kurzen unangekündigten Überprüfung).

Bei mir z.B. war das ja auch so ne Sache. Ich war mündlich immer 1-2 ganze Noten besser als schriftlich. In manchen Fächern sogar noch mehr. Wenns nach den mündlichen Noten gegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich ein Abi von ca. 2,0 oder so. Wenns nach mündlichen und schriftlichen Noten gegangen wäre vielleicht 2,5 oder 2,6. Aber nein, da kommen ja noch die abschließenden Abiturarbeiten. An drei verschiedenen Tagen, in drei Arbeiten, soll und muss man eine Perfomance abliefern die das Abitur UNGLAUBLICH STARK beeinflusst. Und weil ich gerade diese Überprüfungen relativ verkackt habe, hats mich ganz schön runtergerissen. Schlechte Tage, ein paar Fragen falsch verstanden, zu sehr unter Druck gestanden, alles Dinge die einen beeinflussen können -> und schon scheinen die Noten die ein ganzes Jahr widerspiegeln viel unwichtiger als die eines einzigen Tages. Sowas muss irgendwie geändert werden. Klar, manche können sich dadurch auch gut hochpushen, guter Tag, genau die Themen erwischt die man auch gelernt hatte und so, aber so sollte es ja auch nicht sein.

Aber für die stärker gewichteten mündlichen Noten bräuchte man eben auch Lehrer die wirklich fähig sind und bei denen man sich auch darauf verlassen kann, dass sie fähig sind. Und kleinere Klassen um eine möglichst objektive Wertung überhaupt möglich zu machen.

So, nun sind meine Gedanken irgendwie abgeschweift und ich weiß nicht mehr was ich noch so schreiben wollte, aber das reicht ja erstmal.^^ Soviel dazu von mir. happy
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Juri
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Mo März 01, 2010 9:43 pm

nein, ich glaube, die Standbilder sind so ziemlich das einzige, was mich in meiner Schulzeit nicht TRAUMATISIERT, sondern ENTtraumatisiert hat... ja, aber das stimmt, ich brauch ein paar alternativen... heute schon wieder geistg gesammelt, zwar nicht direkt alternativ zu Standbildern, aber ich hatte den Eindruck, die Lehrerin hat sich auch was von Leuten wie Boal und offensichtlich auch von euch Clowns ("Lasst uns...") abgeguckt...^^ (muss mir das gleich alles unbedingt aufschreiben, bevos ichs vergesse... und ich habe endlich den lanersehneten Yoga- Text, den ich euch auch noch zum Thema "Liebe", der zu Wandel war hier schon gut wiedergegebn, zum besten geben will, ist sehr viel TExt, deswegen weiß ich net, ob icsnoch schaff...)

zu deinem Eintrag, Robba: unkonkreter gings net, oder? very happy kann da jetzt grad net viel mit anfangen...
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Di März 02, 2010 12:58 am

zu Manuels eintrag:

...wenn während dem Unterricht wirklich ALLE dabei sind, das bezeifle ich ja stark, zumindest bei den konventionellen formen (=(schlechter) Frontalunterricht)!!!

ansonsten hat dein hier beschriebenes Konzept meinem Eindruck nach sehr viel mit Zwang, sprich Leistungszwang, und "angst-Schüren" ("unangekündigte tests") und Abfragen (=auskotzen) von vorher agehäuften Wissen zu tun, alles nicht Konzepte und Methoden, die ich nach meinem bisherigen Studiumsstand vertreten würde... aber ich gebe auch zu: Studium ist theoretisch und idealistisch, die Praxis sieht anders, zumindest komplexer aus, das heißt, ich muss selbst auch erst noch gangbare Lösungen finden, um möglichst viele meiner Prinzipien umzusetzen, später... du bist meines Erachtnes mit deiner Ansicht von Untericht und Bewertung kein einzelfall, die meisten (ehemaligen) Schüler antorten so, wenn man sie danach fragt, was auch nicht verwunderlich ist: sie kennen es nicht anders, sprich sie sind selbst in dem jahrelang erlebten System von Schule gefangen (das geht übrigens auch vielen Lehramtsstudenten so, die dann später genau das reprodzieren, was sie selbst zuvor erfahren haben, obwohl sie es durch ihr Studium eigentlich besser wissen müssten...da sind wir auch wieder am Punkt "kompetentere Lehrperson") aber in einem sind sich alle einig: sie wollen das es gerechter zugeht, nicht nur wenns um Leistungsbewertung geht ("gerechtigkeit" erzeugt man ihnen nach durch noch härtere, "objektivere" Kontrollen von Leistung, etc...., warum brauche ich hier nicht mehr erklären, steht schon davor...)

In einem Punkt stimme ich dir aber auf alle Fälle zu: um überhaupt seine Schüler besser einschätzen zu können, bedarf es kleinerer Klassen und ich würde fordern: "Co/TEam-TEaching" = mind. 2 Lehrer bzw. Sozialarbeiter pro Klasse!

So, ich hoffe, ich habe alle wchtigen Punkte erwischt...
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di März 02, 2010 11:45 am

@Juri
Zu dem mit dem Zwang:
Das Ding ist halt, das Menschen von Natur aus ziemlich faul sind und die Tendenz auch irgendwie eher steigend ist. Allerdings das ein Studium und auch eine Schule anspruchsvoll sein sollen und man auch wirklich dort etwas lernen soll, halte ich für unabdingbar. Also muss man eben irgendeine Art von Motivation haben. Negative (Zwang) oder Positive (z.B. gefördertes Interesse am Thema. Wobei es nunmal auch unmöglich ist, das bei ALLEN Themen durchzuführen. Einfacher ist eindeutig Zwang).
Ich habe unangekündigte Tests in der Schule gehasst wie die Pest. Besonders bei Lehrern die diese Tests alle 2-3 Wochen geschrieben haben. Denn es bedeutete IMMER am Ball zu bleiben. Immer versuchen das Thema zu verstehen, immer versuchen möglichst wenig zu vergessen. Allerdings waren diese unangekündigten Tests relativ einfach, so dass man sich mit ein bisschen Aufwand gute Noten abholen konnte und man jetzt auch nicht viel mehr als 2x 1/2 Stunde lernen musste. Also auch kein Unding eigentlich. Deshalb finde ich diese Methode ganz gut. Besser als die andere Variante. Alles halbes Jahr nen Hammertest. Man muss ne Woche vorher WIRKLICH lernen, kommt kaum noch vor die Tür, ist von dem Thema vollkommen angekotzt und hat Panik vorm Test weil es ihn nur 1x pro Halbjahr gibt, er somit viel entscheidet und er auch noch ultra schwer ist.

Und gar kein Test geht auch schlecht, dann passt wieder keiner auf. Wink Zumindest Mathe war bei mir streckenweise ein gutes Beispiel, dass gezeigt hat, dass man gute mündliche Noten auch einheimsen kann ohne zu verstehen oder zu lernen. Denn es gab Themen und Zeiten wo ich nichts verstanden habe. Aber trotzdem habe ich immer VERSUCHT etwas zu sagen oder ich habe GEFRAGT. Und auch das gab Gute Noten. Ist ja auch richtig so. Aber wenns nur danach gehen würde, dann würden sich ja die Schüler verarscht vorkommen, die das Thema verstanden haben und nachmittags zuhause immer hart dafür ackern mitzukommen.

Das ist halt das Problem. Menschen benoten, sie also für etwas gleichgerecht zu bewerten ist leider ziemlich schwer. Und ich denke auch, der größte Fehler ist eigentlich, dass EINE Person dies macht.
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BeitragThema: Re: Parabeln, Fabeln, etc.   Di März 02, 2010 7:15 pm

@ Julia: Unkonkret weil ich nicht blubbern wil wos mir nicht nötig vorkommtl ^^

Die Lösung:
Die Menschheit halbieren.
Dann können wir auch die Rindheit halbieren, damit wird einer der Haupt-Co2-ausstoßer beseitigt und wir können uns zwei Lehrer leisten. Zusätzlich muss dan nnoch radikal Umverteilt werden und 2/3 der mulltimilionäre wird in Bildung und Entwicklungshilfe gesteckt.

Wink
Wenns richtig gut läuft können wir die Benotung dann noch abschaffen und ein, durch die intensivere Zuwendung die nun möglich ist, dafür sorgen dass der natürliche Drang des Kindes zu lernen (da muss ich tatsächlich wiedersprechen, dass der MEnsch von natur aus faul ist) nicht gestört wird happy


Hba übrigens heute meinen ersten Unterricht gehalten. In Kunst. Ist aus verschiedenen Gründen relativ schlecht gewesen. Jetzt steh ich vor der Predullie, dass ich die Arbeiten der Kids benoten muss. DAs war mir nciht bewusst und ist schwer, da der Arbeitsauftrag nicht ganz klar war, sprich klare Kriterien da sind.

Die DIdaktischen Konzepte müssen noch reifen, eindeutig.

ICh sollte mir ne Portion Sonnenschein geben erstmal happy
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BeitragThema: Parabeln, Fabeln, etc.   Di März 02, 2010 11:09 pm

Ich liebe (diese) diskussionen!!! Was hab ich früher bloß gemacht???^^

Danke erst mal für eure interessanten Beiträge hier zu dem Stein, den ich hier angestoßen habe...

Wenn der Mensch von Natur aus faul wäre, wären wir heute womöglich noch nicht mal Affen! Das dem nicht so ist, sagt zum Beispiel schon Engels in seinem Artikel "Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen", in dem erklärt wird, warum der Mensch das "Arbeiten" angefangen hat... aber natürlich schließen sich auch etliche Lerntheorien gegen diese auffassung zusammen... Man sollte hier Faulheit auch net mit "FRustration" verwechseln, die Schule ebenfalls verursacht... ich könnte dazu noch ein paar Schelten in richtung Schulkonzept verteilen, aber das nutzt nix, ich laufe eh schon Gefahr, mich darin zu verlieren und an meinem Berufswunsch diesbezüglich zu zweifeln...und langsam schon anzufangen zu resignieren oder zumindest zu desillusionieren/ zu realisieren...--> wenn einem erstmal die augen geöffnet wurden, kann man sie schlecht wieder verschließen...

@ Robba: ich hoffe doch, dass du mit entwicklungshilfe nicht die "konventionelle" Form meinst...^^
Bezüglich deines Unterrichts: zu jedem anderen hätt ich gesagt: "Das tut mir leid, is ja scheiße", aber bei dir, da du ja net so auf Mitleid stehst, mmh, weiß ich jetzt net so, was ich zu sagen soll außer: is halt so, muss jeder irgendwann mal durch, werde vielleicht nächste woche ähnliches berichten... solang du hinterher weißt, an was es gelegen hat, passts doch...

Hab heute aber auch Positives erlebt, quasi die "Schule der Zukunft": eine klasse mit durchschnittlich 10 Schülern, deren Zusammensetzung je nach individuellen Bedürfnissen und Leistungsstand variiert, jahrgangsübergreifend (Kl. 5-10), (fast) selbstbestimmtes und eigenständiges Lernen, ein Lehrer, der seine Aufgabe darin sieht, eigene Lernprozesse anzuleiten/ anzustoßen und nicht zu LEHREN, gegenseitige hilfe der Schüler untereinander, also ein Unterricht, der fast von alleine läuft und WISSBEGIERIGE Schüler, die offensichtlich gerne lernen...super interessant!
die Rede ist hier von einem Deutsch-Intensivkurs/ Integrativklasse, der Schüler mit Deutsch als Zweitsprache (fast jeder Schüler hat hier eine andere Erstsprache, d. h. 10 Schüler = 10 versch. Sprachen) aufnimmt und auf den regulären Unterricht vorbereitet, den die meisten ungefähr nach einem Jahr in der Intensivklasse besuchen können (zwischendurch schauen sie immer schon mal in verschiednen Fächern in den "normalen" Klassen vorbei... innerhalb des Kurses werden aber auch andere Fächer wie PoWi, Geschichte, Englisch und Naturwissenschaften unterrichtet, manchmal auch situativ bilingual) --> ein Gebiet des Deutschunterrichts, das ich in meinem Studium gänzlich versäumt habe, weshalb ich es im nächsten Semester freiwillig nachholen will... Übrigens: obwohl die Schüler so unterschiedliche Lernbiograpien haben, klappt die Kooperation untereinander echt gut, es gibt hier übrigens auch keine noten, sondern Beurteilungen (in Form eines individuellen TExtes, der allerdings drei vorgegebene Bereiche beinhaltet: 1) Arbeitsdisziplin, 2) Anstrengung/ Fleiß/ Motivation und 3) Lernerfolg/ -fortschritt) ähnlich wie in den ersten Grundschuljahren... und viele Aufgaben werden (fast) freiwillig von den Schülern gemacht! so viel zu Leistungsbewertung und Faulheit...^^

Merke grad, dass ich das Forum zusehends nutze, um meine Praktikumserfahrungen festzuhalten und zu reflektieren, quasi meine Zeischenablage für den Praktikumsbericht später...^^
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